Vom 26. bis 28. April 2019 stand für die Stammcrew der Großherzogin Elisabeth ein sehr aktives Segelwochenende an – zur Abwechslung mal ganz ohne Gäste an Bord. Es ging nicht darum, ein Ziel oder einen Hafen anzulaufen, stattdessen sollten die Abläufe an Deck intensiv trainiert werden.

Bereits kurz nach dem Auslaufen Richtung Bremerhaven am Freitagabend gab es den ersten Theorieunterricht, auf dem sich dann das gesamte Wochenende aufbaute. Die Brücke war fest in der Hand einer festen Schiffsführung, die dafür sorgte, dass die restliche Crew sich voll und ganz auf die Ausbildung und Übungen konzentrieren konnte. Gegen 22 Uhr ging die Lissi auf Reede und die Crew ließ den Abend gemütlich in netter Runde ausklingen.

Samstag: Manöver am Anker und unter Vollzeug

In vier festen Ausbildungsteams ging es am Samstagmorgen mit dem praktischen Teil los. Frei nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ ließ das Organisationsteam pünktlich um 5.30 Uhr wecken. Nach dem ersten Pott Kaffee oder Tee belebten sich die Geister langsam und es ging zum praktischen Teil. Nur von den Mahlzeiten unterbrochen – wie gehabt immer ausgesprochen lecker – stand der Samstag komplett im Zeichen von Anker- und Segelmanövern, also wurden umlaufend von jeder Gruppe alle Segel mehrfach gesetzt, geborgen, der Anker fallen gelassen und wieder gehievt. Alle Gruppen wechselten die Positionen, sodass wirklich jeder an allen Stationen intensiv üben konnte.

Begleitet wurde die Crew dabei lange Zeit vom Leuchtturm Roter Sand, denn nahezu alle Segelmanöver fanden in dessen direkter Umgebung statt. Als das Abendbrot auf dem Tisch stand, merkte der ein oder andere schon einige Muskeln, die wohl sonst zu wenig in Gebrauch waren. Augrund der allgemeinen Müdigkeit wurde seitens des Ausbildungsteams dann auch der ursprünglich geplante Abendvortrag abgesagt. Mit netten Gesprächen, Liedern und dem einen oder anderen Getränk klang der Abend aus.

Sonntag: Sicherheitstraining

Am Sonntagmorgen ging es in den Gruppen weiter mit dem Training: Lissi Tuck und Schnulli setzten wir aus, das Herstellen des Verschlusszustandes wurde trainiert, die Überlebensanzüge getestet und die Regeln der Backschaft intensiv besprochen. Nach dem Ankerhieven gegen Mittag ging es zurück Richtung Heimathafen und um 16 Uhr legte die Lissi wieder an der Kaje in Elsfleth an, die Crew klarte das Schiff in der Folge ordentlich auf.

Das Ausbildungswochenende war sehr intensiv und spannend, man konnte viel lernen und bereits gesammeltes Wissen optimal auffrischen. In einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, die alle gern auf der Lissi fahren und segeln, macht es viel Spaß, seinem Hobby nachzugehen und dafür zu trainieren, dass die Lissi kompetent und sicher gefahren werden kann. Wirklich alle Crewmitglieder zogen an einem Strang bzw. in diesem Fall an einem Tampen, halfen sich gegenseitig und gaben ihr Bestes. Auf ein nächstes Mal an Bord der Lissi!

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