|
1907
|
Stapellauf eines Dreimastschoners mit dem Namen San Antonio des Reeders Andreas Hammerstein
|
|
1908
|
Nach einer Kollision mit dem Leichten Kreuzer Emden der deutschen kaiserlichen Marine sinkt die San Antonio. Ausser dem Koch wird die Besatzung gerettet. Die Seegerichtsverhandlung in Kiel ergibt, dass der Leichte Kreuzer Emden die Kollision verursacht hat. Die kaiserliche Marine muss dem Reeder einen Neubau bezahlen.
|
|
12.04.1909
|
Der holläendische Reeder Andreas Hammerstein beauftragt die Werft Jan Smit in Alblasserdam mit dem Neubau eines Dreimastschoners.
|
|
19.08.1909
|
Stapellauf unter dem Namen San Antonio. Der Frachtsegler mit Diesel- Hilfsmotor erhält klappbare Masten, damit er auch grosse Flüsse befahren kann, z.B. den Rhein.
|
|
1910 - 1913
|
Das Logbuch weist mehrere Fahrten nach Südamerika, in das Mittelmeer sowie in die Nord- und Ostsee aus.
|
|
25.01.1914
|
Die San Antonio strandet an der marokkanischen Küste vor Rabat, kommt jedoch mit Hilfe des 160 PS-Dieselmotors wieder frei.
|
|
Winter 1929
|
Die San Antonio kentert mit einer Ladung Holz in der Nähe von Kopenhagen. Da sie weiter schwimmt, kann sie geborgen und wieder flottgemacht werden.
|
|
Sommer 1936
|
Die San Antonio wird zu einem Küstenmotorschiff mit Hilfsbesegelung umgebaut. Die Stengen werden um 8m verkürzt, so dass die Gesamthöhe des Schiffes nur noch 23m beträgt. Auch der Klüverbaum wird gekappt. Der bisherige Motor wird durch einen 360 PS-Deutz-Dieselmotor ersetzt
|
|
Mai 1940
|
Bei Kriegsausbruch kann Reeder Hammerstein mit seinem Schiff die Niederlande unmittelbar vor der Besetzung durch deutsche Truppen verlassen. Ein französisches Kriegsschiff zwingt die San Antonio einen britischen Hafen anzulaufen. Das Schiff wird für Nachschubzwecke in Konvois eingesetzt.
|
|
1947
|
Reeder Hammerstein verkauft die San Antonio an einen schwedischen Kapitäen, der sie in Budie umtauft. In den folgenden 25 Jahren wird die San Antonio von insgesamt vier verschiedenen schwedischen Eignern überwiegend zur Versorgung kleinerer Häfen eingesetzt. Vorübergehend wird sie auch Santoni genannt.
|
|
1957 - 1965
|
Eigner der San Antonio ist der Reeder Johann Thorsson,Skillinge(S). Sein Sohn, Jan-Erik Thorsson, fährt als Kapitän. Der letzte schwedische Eigner der San Antonio ist die Reederei Sandberg in Kungshamn.
|
|
08.08.1973
|
Der Hamburger Kapitän Hartmut Paschburg kauft das Küstenmotorschiff das sich in einem verwahrlosten Zustand befindet, für 275.000,-SKR, umgerechnet damals etwa 150.000 DM. Er lässt es zu einem Dreimastschoner für Kreuzfahrten im Mittelmeer umbauen, der den Namen Ariadne erhält. In der Werft van Kroosz in Wischhaven 60 km vor Hamburg werden sämtliche Aufbauten entfernt.
|
|
Febr. 1974
|
Die Instandsetzungsarbeiten werden in der Stader Schiffswerft fortgesetzt. Das Schiff erhält neue Aufbauten und 200 t Ballast, bestehend aus Eisenbahnschienen und Beton. Die Inneneinrichtung wird in der Werft Scheel und Goenk in Hamburg ausgeführt, wo das Schiff auch möbliert wird. Ausserdem erhält es drei Masten aus Stahl. Die Segel werden aus Hongkong eingeflogen.
|
|
05.05.1974
|
65 Jahre nach der ersten Probefahrt von Amsterdam nach Rotterdam findet eine Probefahrt nach Helgoland statt, die zur vollen Zufriedenheit ausfällt. In den folgenden Jahren fährt die Ariadne bis Herbst 1981 auf Kreuzfahrten im Mittelmeer und in der Karibik.
|
|
14.10.1981
|
Der Elsflether Kapitän und Reeder Horst Werner Janssen entdeckt die Ariadne Im Hafen von Piräus. Er chartert das Schiff, das von Kapitän Uwe Oden und einer Crew aus Studenten der Fachoberschule Oldenburg, Fachbereich Seefahrt, unter schwierigen Bedingungen nach Elsfleth überfuehrt wird.
|
|
12.01.1982
|
Der Schulschiffverein Grossherzogin Elisabeth e.V. konstituiert sich. Die Schirmherrschaft übernimmt Herzog Anton Günther von Oldenburg, dessen Familie traditionell mit der Seefahrt verbunden ist. Präsident wird Horst Werner Janssen.
|
|
14.03.1982
|
Der Kreuzfahrt-Segler wird erstmals in seinem neuen Heimathafen Elsfleth festgemacht.
|
|
12.06.1982
|
Herzogin Ameli von Oldenburg tauft die Ariadne auf den Namen Grossherzogin Elisabeth.
|
|
10.06.1983
|
Der Landkreis Wesermarsch erwirbt die Grossherzogin Elisabeth von der Ariadne Windjammer S.A. zum Preis von 1.2 Mio. DM, wobei das Land Niedersachsen 450.000 DM und die Stadt Elsfleth 100.000 DM zur Verfügung stellen. In den folgenden Jahren unternimmt die Lissi, wie sie liebevoll genannt wird, Ausbildungsreisen in Nord- und Ostsee. Auch werden im Rahmen der STA- Veranstaltungen Regatten gesegelt.
|
|
31.03.1993
|
Während Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten bei der Elsflether Werft, bricht um 1920 Uhr ein verheerender Brand auf der Lissi aus. Die gesamte Inneneinrichtung vom Backschott bis zum Maschinenschott wird zerstört. Ursache waren Schweissarbeiten. Experten untersuchten das Schiff und stellten fest, dass noch 60% Substanzwert erhalten geblieben war. Man entschloss sich das Schiff wieder instandzusetzen.
|
|
03.05.1993
|
Der Landkreis Wesermarsch beschliesst, die Grossherzogin Elisabeth inclusive der auszuzahlenden Kaskoversicherungssumme dem Schulschiffverein zu übereignen.
Der Reparaturauftrag ging an die Elsflether Werft. Der Ausbau der gesamten Inneneinrichtung war am 30.09.1993 abgeschlossen. Das Schiff gleicht innen jetzt einem Neubau. Der grosse finanzielle Aufwand für den Wiederaufbau wurde von der ganzen Region getragen: Mitgliedern/Politik/Bevölkerung und Freunde der Lissi. Die gesamten Reparaturkosten betrugen: 4,3 Mill. DM.
Der Liegeplatz der Lissi ist die Stadtkaje in Elsfleth gegenüber dem Rathaus. Wenn sie nicht gerade auf Ausbildungs- oder Gästefahrt ist, kann sie hier besichtigt werden.
|